Ärztegesellschaft für Manuelle Kinderbehandlung und Atlastherapie e.V. (ÄMKA)

Halswirbelsaeule

Die Halswirbelsäule als Tragpfeiler des Kopfes und Verbindungsglied zwischen Kopf und Rumpf ist der beweglichste, aber auch der empfindlichste Teil der Wirbelsäule. Die auf engem Raum angeordnete unmittelbare Nachbarschaft von lebenswichtigen Blutgefäßen und Nervenbahnen, von Muskeln, Bändern, Wirbelkörpern und Wirbelgelenken einerseits sowie die dichte Verknüpfung der Nervenzellen des oberen Rückenmarkes mit dem Gehirn andererseits machen die Halswirbelsäule besonders anfällig für Verletzungen, Fehlbelastungen und Funktionsstörungen unterschiedlicher Ursache.

Roentgenbild HWS

Die bekannten Folgen solcher Veränderungen sind u. a. Nacken- und Kopfschmerzen, Bewegungseinschränkung und Leistungsabfall, vielfach auch neurologische Symptome wie Schwindel, Ohrgeräusche, Gangstörungen sowie Beeinträchtigung des Seh- und Hörvermögens.

Seit langem werden chirotherapeutische und physiotherapeutische Verfahren zur nichtmedikamentösen Behandlung solcher Störungen eingesetzt. Allerdings sind hierbei aufgrund der anatomischen Besonderheiten der Halswirbelsäule die Möglichkeiten hinsichtlich der Wirksamkeit und des Risikos begrenzt. Eine Ausnahme bildet die Atlastherapie nach Arlen.

Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Atlastherapie nach Arlen haben das manualmedizinische Indikationsspektrum über die Schmerztherapie und Rehabilitationsmedizin hinaus um neurologische und neuropädiatrische Krankheitsbilder erweitert. Hier ist vor allem die Integration der Atlastherapie nach Arlen in ein ÄMKA-spezifisches manualmedizinisches Gesamtkonzept zur Behandlung frühkindlicher Bewegungsstörungen hervorzuheben.

Die Ärztegesellschaft für Manuelle Kinderbehandlung und Atlastherapie wurde 1992 als wissenschaftliche Vereinigung manualmedizinisch ausgebildeter Ärzte gegründet. Ihre Mitglieder rekrutieren sich aus den 3 großen Schulen der Deutschen Gesellschaft für Manuelle Medizin.

Ziel der ÄMKA ist

  1. Die Differenzierung und Weiterentwicklung der von Albert Arlen begründeten Atlastherapie-Methode.
  2. Die Erarbeitung und Darstellung wissenschaftlicher Grundlagen der Atlastherapie nach Arlen.
  3. Die Integration der Atlastherapie in ein umfassendes Konzept zur manuellen Behandlung bewegungsgestörter Kinder.
  4. Die Integration der Atlastherapie in Rehabilitationsmedizin und Schmerztherapie.
  5. Die Publikation wissenschaftlicher Studien zum Thema Atlastherapie nach Arlen und Manuelle Medizin bei Kindern.
  6. Die Lehre und Weitergabe der Atlastherapie nach Arlen sowie der kindertherapeutischen Behandlungskonzeption an manualmedizinisch vorgebildete Ärzte und Ärztinnen in einem zertifizierten Kurs-Curriculum.
  7. Die Qualitätskontrolle durch regelmäßig abgehaltene Fortbildungsveranstaltungen.